FINALLY!! Endlich war der große Tag gekommen, an dem wir nach Herzenslust einkaufen konnten! Und diesmal kam uns kein Hurricane dazwischen, stattdessen sattblauer Himmel und viel Sonne. Um 10 Uhr öffneten die Geschäfte im Wrentham Premium Outlet Village, und 5 Minuten vor der Zeit ist des deutschen Kunden Pünktlichkeit – Nun denn, auf die Plätze, fertig, los! So hatten wir insgesamt 11 Stunden bis Ladenschluss, die ich wegen des Unmuts der Herren auf acht Stunden verkürzen musste.
Systematisch arbeiteten wir uns durch die Geschäfte durch, wobei wir die meisten Zeit in unseren favorisierten Geschäften Tommy Hilfiger, Ralph Lauren und Calvin Klein verbrachten. Glücklicherweise war Dienstag, so dass die Läden relativ wenig frequentiert waren und man sich nicht wie am Samstag, als wir zum ersten Mal hier waren, um die Teile streiten musste. Unsere Kleiderschränke sollten nun wieder gut gefüllt sein – vorerst aber müssen wir die ganzen Sachen nach Hause transportieren. Es war sehr klug von mir, Jan einen neuen, übergroßen Koffer einzureden, der halbleer war, als er in die USA einreiste. Es war sehr klug von Jan, eine Air Berlin Servicecard zu kaufen, mit der er 32kg auf dem Flug transportieren kann - ich darf nur 23kg mitnehmen! Außerdem mussten wir die langen Bestellungen der Daheimgebliebenen, die sich zwei Zeiträuber ins Haus geholt haben und deshalb ihr Heim nicht mehr verlassen können, ausführen. Mal sehen, was davon alles nicht den Wünschen der Auftraggeberin entspricht.
Wir waren äußerst erfolgreich!
Zum Glück haben wir einen Businessman dabei, denn der hat uns heute früh insgesamt 135 USD eingebracht hat. Jan hat sich anständig beschwert, dass das Internet an zwei von drei Tagen nicht funktionierte, aber der eingebildete Inder an der Rezeption, der zum Lächeln in den Keller geht, hat sich auf einen Preisnachlass nicht eingelassen, da ja der Sturm das wifi ausgeschaltet hat. Verständlich. Nun gut, weiter geht's: die Waschmaschine ging an drei von drei Tagen nicht, out of order. Und das ganz unabhängig von Irene. So haben wir pro Zimmer 60 USD zzgl. tax gutgeschrieben bekommen, dabei hat Jan nur 40 USD vorgeschlagen. Dem Preisnachlass noch weiter hochzutreiben war eine gute Idee von dem Rezeptionist, denn nun hatte er zufriedene Gäste! Hier in den USA ist der Kunde wahrlich König!
Am Abend trafen wir in unserem Hotel in Seekonk bei Providence ein. Das Hotel war voll, etliche Gäste sind dort zeitweise untergekommen, während National Grid dabei ist, das Stromnetz wieder zum Laufen zu bringen. Zum Abendessen gingen wir ins italienische Restaurant, das dem Hotel angeschlossen ist. Zu unserer großen Überraschung wurde uns mehr aufgetischt, als wir erwarteten – Jan hat sich ausnahmsweise einmal für Pizza entschieden, eine große bestellt und ein Wagenrad bekommen. Meine Eltern haben Suppe und Salat bestellt mit refill on the house. Den Nachschlag haben sie bei der Suppe noch zögerlich ausgeschlagen, aber bei ofenfrischen Brötchen und Salat haben wir nochmals eine Portion vorgesetzt bekommen - in Deutschland undenkbar!
Dauerdeko in der Hotellobby
Dauerdeko in der Hotellobby
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