Nach einem langen Flug kamen wir mit 40minütiger Verspätung in Tegel an. Obwohl vermutlich mehr als die Hälfte der Passagiere einen Anschlussflug hatten und die Zeit fürs Umsteigen nun recht knapp war, verzichtete die Fluggesellschaft nicht auf den Spaß, die fast 300 Passagiere mit Bussen ins Terminal zu bringen. Wir hatten zum Glück noch mehr als eine halbe Stunde Zeit, zum Gate zu gelangen. Meine Eltern wurden von Georg abgeholt, der allerding noch länger warten musste, da Vati ein abgerissenes Rollrad an seinem Spinner reklamierte.
Wir hingegen eilten zum Gate und warteten dann im Flieger noch eine halbe Stunde, bis das Gepäck verladen war und die Startbahn frei war. Das mit dem Gepäck Verladen müssen die Berliner noch etwas üben, denn beide unsere Koffer kamen erst am Nachmittag mit einer anderen Maschine in Zürich an - wir haben also umsonst am Gepäckband gewartet und zugesehen, wie immer weniger Gepäckstücke im Kreis schaufuhren. Etwas Gutes hatte das ganze aber dann doch, denn Jan mussten seine 32kg-Koffer nicht nach Hause transportieren, und auch ich habe dankbar auf das Schleppen meiner 23kg Gepäck verzichtet. Kurz nach Mitternacht kam der Kurier und brachte uns das nachgelieferte Gepäck, und wir konnten endlich ins Bett fallen!
Mittwoch, 7. September 2011
Samstag, 3. September 2011
2. September - JFK
Wartend vertreiben wir bei McDonalds auf JFK unsere Zeit und erstellen währenddessen:
Jans Abschlussstatistik
Jans Abschlussstatistik
Reiseteilnehmer: Reiseleiter und Busfahrer Jan, Assistentin Margret, Senioren Thomas und Sabine
Reisetage: 17
davon in USA: 12
besuchte Bundesstaaten: New York, Vermont, New Hampshire, Massachusetts, Rhode Island, Connecticut
davon in Kanada: 5
besuchte Provinzen: Ontario, Quèbec
Vehikel: Toyota Sienna mit 7 Sitzen
gefahrene Kilometer: 3162 (=186km/Tag)
Grenzübertritte: 2
schönste Stadt: Boston und eigentlich auch Montreal
erklommene Berge: Mount Willard
beste Unterkunft: Comfort Inn in Marlborough wegen komfortabler Zimmer und ständiger Stromversorgung in Zeiten des öffentlichen Notstandes, Carole's B&B in East Quogue wegen romantischen Blumenzimmer und Gastfreundlichkeit
schlechteste Unterkunft: Days Inn Batavia wegen in die Jahre gekommener Hotelausstattung
bestes Frühstück: Comfort Inn in Marlborough, Carole`s B&B (Omelett und Eiersoufflé)
schlechtestes Frühstück: bei Kevin im Howard Johnson in Scarborough/Toronto, da war am zweiten Morgen der Waffelteig aus
bestes Dinner: Restaurant Basi in Montreal (3-Gänge-Menü), Italiener im Ramada (Wagenradpizza, Suppe&Salat)
Anzahl der Hamburger: zu wenige, meint Jan
Rekordeinkäufer im Outlet Village: Margret mit 18 Teilen
nörgeligster Reiseteilnehmer: Herr Siefert beklagte sich bei der Reiseleitung etwa zu jeder vollen Stunde über mangelnde Vorbereitung, schlechte Organisation und zu hohe Preise. Nach gründlicher Überlegung beschloss die Reiseleitung, Herrn Siefert von zukünftigen Reisen auszuschliessen. Frau Siefert hingegen wird für die nächste Saison ein Prospekt zugesandt.
durchlebte Unwetter: Hurricane Irene am 28. August 2011
Begegnungen mit gefährlichen Bären: keine
Begegnungen mit niedlichen Elchen: eine
Donnerstag, 1. September 2011
1. September - Durch die Hamptons nach Montauk
Heute, am vorletzten Tag unserer Reise, sitze ich gemütlich am Morgen auf der Veranda unseres B&B in East-Quogue [:Ihst-Kwok:] auf Long Island, trinke Kaffee, lausche auf die Grillen und sonstiges Getier im Busch, beobachte Eichhörnchen, plötzlich ertönt das Glockenspiel der hiesigen Kirche und spielt diverse Melodien. Am Nachbarhaus wird handwerklich gearbeitet, die Sonne scheint – es ist herrlich hier – ich könnte ewig bleiben.
Nach einem frisch zubereiteten Omelettfrühstück hat uns unsere Gastgeberin Carole auf eine kleine Bootsfahrt eingeladen – nach einem klärenden Gespräch mit dem Ärzteorakel, ob die älteren Reiseteilnehmer für ein rasantes Rafting-Abenteuer tauglich sind, hätten nach Meinung der Fachleute die Karten günstig gelegen. So fuhren wir alle zu Caroles kleinem aber feinem Motorsportboot, 9feet lang, und begaben uns in den Quogue Canal, eine Passage zwischen Festland und Barrier Beach, einem vorgelagerten schmalen, kilometerlangen Inselstreifen, wo die Schönen und Reichen fürstliche Paläste hingesetzt haben und als Wochenendresidenz nutzen.
Carole hat uns einiges erzählt, z. B. das der Name Quogue indianischen Ursprungs ist und East Quogue früher Fourth Neck hiess. Weil aber die Touristen immer nur in den Nachbarort Quogue kamen, wurde Fourth Neck in East Quogue umbenannt.
Bis gestern hatten hier im Ort alle keinen Strom, und sie fuhr deshalb mit ihrem Hund nach Queens, wo sie noch ein Haus besitzt. Wir erreichten Long Island also keinen Tag zu früh!
Bis gestern hatten hier im Ort alle keinen Strom, und sie fuhr deshalb mit ihrem Hund nach Queens, wo sie noch ein Haus besitzt. Wir erreichten Long Island also keinen Tag zu früh!
In der Marina
Die drawbridge schließt sich wieder
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir zum Leuchtturm von Montauk, an den östlichsten Punkt von Long Island. Die Fahrt führte uns über den Montauk Highway durch Hampton Bays, Water Mill, Bridgehampton, Easthampton, Amagansett und Montauk, bis wir schliesslich den Leuchtturm erreichten. Auf dem Weg sahen wir immer umgeknickte oder herabgefallene Äste, teilweise auch umgestürzte Bäume. Scheinbar hat Irene auf der Südgabel von Long Island mehr Schaden angerichtet als anderswo – oder aber die Baumschubser waren hier besonders aktiv.
Am Montauk lighthouse - Land's end auf Long Island
Weil wir neben den hohen Parkgebühren nicht noch Eintritt zahlen wollten, um den gewissenhaft geschnittenen Rasen auf dem Leuchtturmareal betreten zu dürfen, begaben wir uns auf eine mutige Kraxeltour um das Kap herum. Natürlich musste das 24h-Ärzteteam vorher konsultiert werden, ob eine solch gewagte Wanderung den Senioren zumutbar ist, und prompt wurde Mutti wegen inadäquaten Schuhwerks von der Aktivität ausgeschlossen. So hüpften wir nur zu dritt von Stein zu Stein und konnten sogar einen kostenlosen Blick auf den Leuchtturm erhaschen.
In Montauk durften wir unseren Bus sogar gratis parken, wie untypisch für die Gegend um die Hamptons, aber wir waren ja auch im volksnahen Montauk, wo Normalverdiener urlauben. Entsprechend voll war der Strand. Nach Beinkontakt mit dem Atlantik, Inskriptionen in den Sand und ein wenig Sonnenbaden traten wir die Heimreise auf dem voll befahrenen Montauk Highway an.
Am Abend besuchten wir auf Caroles Empfehlung das New Moon Cafe, wo wir ein letztes Mal amerikanisch dinierten. Es wurden Burger und Süsskartoffelfritten aufgetischt, nur Mutti verweigerte sich den amerikanischen Nationalgerichten und bestellte mexikanisch, was ihr aber auch nicht passte. Sie hätte wohl am liebsten Salzkartoffeln mit Leberwurst gegessen. Zu Hause will Jan Suppendiät machen, wie er seit Tagen, Kartoffelchips kauend, lauthals verkündet.
31. August - Auf nach Long Island
Nach einem ausgedehnten Frühstück im unserem Ramada Hotel haben wir abermals Einblicke in die Frühstücksbräuche der Einheimischen erhalten und uns inspirieren lassen, wie ungeschickt man mit Messer und Gabel umgehen kann oder eben gleich ohne Besteck isst.
Das Hotel war im Übrigen total ausgebucht, da die umliegenden Ortschaften noch nicht gesamthaft mit dem wertvollen Gut der Elektrizität ausgestattet waren. Das Hotel bot stromlosen Anwohnern Zuflucht und machte sich daraus einen fetten Reibach. Wie professionell die Reiseleitung die Reise vorbereitet hat, zeigte sich hier erneut: Wohlwissend wurden Hotels ausgewählt, die hurrikansicher sind und auch in Zeiten des Notstandes alle Annehmlichkeiten bieten.
Das Hotel war im Übrigen total ausgebucht, da die umliegenden Ortschaften noch nicht gesamthaft mit dem wertvollen Gut der Elektrizität ausgestattet waren. Das Hotel bot stromlosen Anwohnern Zuflucht und machte sich daraus einen fetten Reibach. Wie professionell die Reiseleitung die Reise vorbereitet hat, zeigte sich hier erneut: Wohlwissend wurden Hotels ausgewählt, die hurrikansicher sind und auch in Zeiten des Notstandes alle Annehmlichkeiten bieten.
Etappenziel war das Naval Sub Museum in Groton, Connecticut, wo wir uns über die amerikanische Unterseestreitkraft informiert haben - man weiß ja nie, wofür man solches Wissen gebrauchen kann – solange Sie nicht in die Hände vom Klassenfeind geraten - „VEB Horch und Guck“ scheint immer dabei zu sein – jedenfalls werden die Bücher sauber gepflegt.
Das erste atomgetriebene U-Boot, die USS Nautilus, wurde nach dem Krieg 1954 in Dienst gestellt, also zu Wasser (oder sagt man unter Wasser?) gelassen (nein, es läuft vom Stapel!) und schipperte bis in die 80er Jahre umher. Es fasste 115 Matrosen (im englischen Sailors – obwohl das Boot nicht ein einziges Segel hat) und etliche Torpedos und zeigt ziemlich eindrücklich, wie gut man sich verstehen muss, um auf so engem Raum wochenlang auszuharren. Die Matrosen schlafen in Viererreihen übereinander, und auch in den Wellness-Oasen bleibt wenig Platz für die Schönheitspflege. Was für ein Glück, dass ich die U-Boot-Besichtigung ohne Kreuzfahrt gebucht habe.
In letzter Minute schafften wir die 15 Uhr Fähre in New London, die uns nach Orient Point auf Long Island brachte. Die Überfahrt dauerte nur 1h 20min.
Von Orient Point fuhren wir direkt nach East Quogue. Hier hatten wir in Carole`s Bed&Breakfast zwei Zimmer reserviert. Wir haben uns das romantische Blumenzimmer unter den Nagel gerissen.
Am Abend sind wir in der Dämmerung zum Strand gefahren, wohlgemerkt zum Strand des Ozeans, welcher dann doch ein gutes Stück entfernt liegt und den wir nach einigen Umwegen fanden – wir haben ja keinen Zeitdruck und die Umwege verbuchen wir im „Land & Leute“-Programm, denn man muss mit Leuten ins Gespräch kommen, um das richtige Fleckchen Land zu finden. Geradenoch vor Einbruch der totalen Finsternis angekommen, haben wir die Beine ganz schnell ins erstaunlich warme aber sehr unruhige Wasser gehalten und ein paar riesige Muscheln gefunden. Danach haben wir an der nahe gelegenen Sitzbank zum z'Nacht gegessen und uns von den Dünenmücken die Beine zerstechen lassen (sogar durch die Hose – die Erinnerung an die Schwärme von stechwütigen sandflies am Huntington Beach aus dem Jahr 2006 waren sofort gegenwärtig). Also machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg. Dort haben wir unsere älteren Reiseteilnehmer in die höchst komplizierten und umfangreichen Spielregeln von UNO eingeweiht (eine moderne Variante des althergebrachten Mau-Mau). Nach gefühlten zwei Stunden haben dann alle kapiert, dass es entweder die gleiche Zahl oder die gleiche Farbe sein muss.
In der guten Stube. Jan macht wieder Spass und sabotiert meine Dokumentationsarbeit
30. August - Shopping!
FINALLY!! Endlich war der große Tag gekommen, an dem wir nach Herzenslust einkaufen konnten! Und diesmal kam uns kein Hurricane dazwischen, stattdessen sattblauer Himmel und viel Sonne. Um 10 Uhr öffneten die Geschäfte im Wrentham Premium Outlet Village, und 5 Minuten vor der Zeit ist des deutschen Kunden Pünktlichkeit – Nun denn, auf die Plätze, fertig, los! So hatten wir insgesamt 11 Stunden bis Ladenschluss, die ich wegen des Unmuts der Herren auf acht Stunden verkürzen musste.
Systematisch arbeiteten wir uns durch die Geschäfte durch, wobei wir die meisten Zeit in unseren favorisierten Geschäften Tommy Hilfiger, Ralph Lauren und Calvin Klein verbrachten. Glücklicherweise war Dienstag, so dass die Läden relativ wenig frequentiert waren und man sich nicht wie am Samstag, als wir zum ersten Mal hier waren, um die Teile streiten musste. Unsere Kleiderschränke sollten nun wieder gut gefüllt sein – vorerst aber müssen wir die ganzen Sachen nach Hause transportieren. Es war sehr klug von mir, Jan einen neuen, übergroßen Koffer einzureden, der halbleer war, als er in die USA einreiste. Es war sehr klug von Jan, eine Air Berlin Servicecard zu kaufen, mit der er 32kg auf dem Flug transportieren kann - ich darf nur 23kg mitnehmen! Außerdem mussten wir die langen Bestellungen der Daheimgebliebenen, die sich zwei Zeiträuber ins Haus geholt haben und deshalb ihr Heim nicht mehr verlassen können, ausführen. Mal sehen, was davon alles nicht den Wünschen der Auftraggeberin entspricht.
Wir waren äußerst erfolgreich!
Zum Glück haben wir einen Businessman dabei, denn der hat uns heute früh insgesamt 135 USD eingebracht hat. Jan hat sich anständig beschwert, dass das Internet an zwei von drei Tagen nicht funktionierte, aber der eingebildete Inder an der Rezeption, der zum Lächeln in den Keller geht, hat sich auf einen Preisnachlass nicht eingelassen, da ja der Sturm das wifi ausgeschaltet hat. Verständlich. Nun gut, weiter geht's: die Waschmaschine ging an drei von drei Tagen nicht, out of order. Und das ganz unabhängig von Irene. So haben wir pro Zimmer 60 USD zzgl. tax gutgeschrieben bekommen, dabei hat Jan nur 40 USD vorgeschlagen. Dem Preisnachlass noch weiter hochzutreiben war eine gute Idee von dem Rezeptionist, denn nun hatte er zufriedene Gäste! Hier in den USA ist der Kunde wahrlich König!
Am Abend trafen wir in unserem Hotel in Seekonk bei Providence ein. Das Hotel war voll, etliche Gäste sind dort zeitweise untergekommen, während National Grid dabei ist, das Stromnetz wieder zum Laufen zu bringen. Zum Abendessen gingen wir ins italienische Restaurant, das dem Hotel angeschlossen ist. Zu unserer großen Überraschung wurde uns mehr aufgetischt, als wir erwarteten – Jan hat sich ausnahmsweise einmal für Pizza entschieden, eine große bestellt und ein Wagenrad bekommen. Meine Eltern haben Suppe und Salat bestellt mit refill on the house. Den Nachschlag haben sie bei der Suppe noch zögerlich ausgeschlagen, aber bei ofenfrischen Brötchen und Salat haben wir nochmals eine Portion vorgesetzt bekommen - in Deutschland undenkbar!
Dauerdeko in der Hotellobby
Dauerdeko in der Hotellobby
Dienstag, 30. August 2011
29. August - Boston
Tag 1 nach Irene: Wir stehen auf bei strahlendem Sonnenschein und fast wolkenlosen Himmel. Die ganze Woche soll es schön bleiben – der Sturm hat alle Wolken vertrieben! In Massachusetts sind eine halbe Million Menschen ohne Strom, die Baumschubser waren teilweise die ganze Nacht unterwegs, und die meisten National Grid Arbeiter waren heute früh schon wieder im Einsatz.
Am Vormittag fuhren wir nach Boston und begaben uns auf den Freedom Trail, wo wir an alle wichtigen historischen Gebäude herangeführt wurden.
Die Old North Church, eine calvinistische Kirche. Hier wurden 1775 zwei Laternen im Gestühl aufgehängt, um die Neuengländer vor den ankommenden englischen Soldaten zu warnen.
Der Freedom Trail führte uns durch das North End, das älteste Stadtviertel in Boston. Hier lebten anfangs natürlich Engländer, doch nachdem die sich in bessere Gegenden zurückgezogen hatten, ließen sich hier Iren und vor allem Italiener nieder, weshalb das Viertel auch Little Italy heißt und mit einer gelassenen Atmosphäre und vielen kleinen Restaurants besticht.


Ye Oyster House, eines der ältesten Pubs in der Stadt

Die Fanieul Hall, erbaut von dem Franzosen Peter Fanieul 1742. Sie diente früher als Markthalle und Versammlungsort; hier wurde die Beschwerde Taxation without representation is tyranny zum Schlachtruf der Revolutionäre. Die Fanieul Hall ist das einzige Gebäude aus alten Zeiten, das noch aktiv genutzt wird.
An der Harbour Front liegen ein paar Segelschiffe und vor allem große Yachten. Die berühmtesten drei Schiffe aber, von denen 1773 der Tee versenkt wurde, fehlen. Die Replika fing 2001 Feuer. Nächstes Jahr aber wird es ein großes Reopening geben und ein neues Schiff wird an dem historischen Schauplatz liegen, wie uns ein netter Pensionär aus einem kleinen Visitor Center erzählte.

Am Vormittag fuhren wir nach Boston und begaben uns auf den Freedom Trail, wo wir an alle wichtigen historischen Gebäude herangeführt wurden.
Die Old North Church, eine calvinistische Kirche. Hier wurden 1775 zwei Laternen im Gestühl aufgehängt, um die Neuengländer vor den ankommenden englischen Soldaten zu warnen.
Das Paul Revere Haus, das älteste Wohnhaus in Boston, erbaut 1680.
Der Freedom Trail führte uns durch das North End, das älteste Stadtviertel in Boston. Hier lebten anfangs natürlich Engländer, doch nachdem die sich in bessere Gegenden zurückgezogen hatten, ließen sich hier Iren und vor allem Italiener nieder, weshalb das Viertel auch Little Italy heißt und mit einer gelassenen Atmosphäre und vielen kleinen Restaurants besticht.
Ye Oyster House, eines der ältesten Pubs in der Stadt
Die Fanieul Hall, erbaut von dem Franzosen Peter Fanieul 1742. Sie diente früher als Markthalle und Versammlungsort; hier wurde die Beschwerde Taxation without representation is tyranny zum Schlachtruf der Revolutionäre. Die Fanieul Hall ist das einzige Gebäude aus alten Zeiten, das noch aktiv genutzt wird.
An der Harbour Front liegen ein paar Segelschiffe und vor allem große Yachten. Die berühmtesten drei Schiffe aber, von denen 1773 der Tee versenkt wurde, fehlen. Die Replika fing 2001 Feuer. Nächstes Jahr aber wird es ein großes Reopening geben und ein neues Schiff wird an dem historischen Schauplatz liegen, wie uns ein netter Pensionär aus einem kleinen Visitor Center erzählte.
Das Old State House war erst Sitz des britischen Gouverneurs, dann das Regierungsgebäude von Massachusetts. Heute ist hier ein Museum und man hat sogar Zugang zur U-Bahn.

Boston ist eine tolle Stadt. Boston hat das große Glück, eine Altstadt zu besitzen, wo echte Steinhäuser stehen – zudem wurden im vorigen Jahrhundert viele neue Häuser und Gebäude aus Ziegelsteinen errichtet, so dass ein einheitlicher Stil erkennbar ist. Steinhäuser sind eine echte Rarität in Amerika, wo entweder aus Beton oder Holz gebaut wird, nicht aber Stein auf Stein.
Boston ist bei weitem nicht so busy wie NYC; hier geht es ganz entspannt zu. Für amerikanische Verhältnisse ist die Stadt außerdem recht sauber und gepflegt. Gemessen an den vielen Yachten und an den luxuriös anmutenden Wohnhäusern am Hafen scheint Boston eine reiche Gegend zu sein, wo vermögende Menschen leben. Auch die Kennedys kommen im Übrigen aus Boston, haben aber ihren Wohnsitz auf Cape Cod. Tja, Cape Cod werden wir wegen Irene wohl nicht mehr zu sehen bekommen, denn den Tag, den wir dafür eingeplant hatten, haben wir gestern mit ereignisreichen Aktivitäten in der Hotellobby verbracht … Wer will schon nach Cape Cod, wenn man auch launchige Hotelatmosphäre im Comfort Inn Marlborough erleben kann! Strände gibt es schließlich überall …
Nach diesem Spaziergang waren wir alle ziemlich erledigt und wir suchten etwas zum Abendessen. In der Gruppe zu reisen macht die Restaurantwahl nicht immer einfach. „Ist das mit Bedienung? Ich hätte lieber Selbstbedienung!“ „Stellen die an der Kasse wieder so viele Fragen?“ „Gibt es da auch sowas, wo das Getränk gleich mit dabei ist?“ (gemeint ist ein combo deal) „Gibt es da nur Burger?“ "Gibt es da auch etwas Nichtfrittiertes?" Schwierig, schwierig. Schließlich fanden wir einen sauberen Selbstbedienungsmexikaner, wo es zwar keine Combos, dafür aber frisch zubereitete Burritos gab. Mit Tortilla, Fleisch, Gemüse, Reis und Käse im Bauch fuhren wir zurück nach Marlborough und fielen vollgefuttert ins Bett.
Heute sitzt der Governeur im State House
Das Holocaust Memorial auf dem Freedom Trail - es soll daran erinnern, was passieren kann, wenn Menschen ihre Freiheit genommen wird. Jede der fünf Stelen steht für ein KZ. Iin das Glas sind Nummern eingraviert. Jede Nummer steht für einen Häftling aus diesem Lager.


Das Holocaust Memorial auf dem Freedom Trail - es soll daran erinnern, was passieren kann, wenn Menschen ihre Freiheit genommen wird. Jede der fünf Stelen steht für ein KZ. Iin das Glas sind Nummern eingraviert. Jede Nummer steht für einen Häftling aus diesem Lager.
Boston ist eine tolle Stadt. Boston hat das große Glück, eine Altstadt zu besitzen, wo echte Steinhäuser stehen – zudem wurden im vorigen Jahrhundert viele neue Häuser und Gebäude aus Ziegelsteinen errichtet, so dass ein einheitlicher Stil erkennbar ist. Steinhäuser sind eine echte Rarität in Amerika, wo entweder aus Beton oder Holz gebaut wird, nicht aber Stein auf Stein.
Boston ist bei weitem nicht so busy wie NYC; hier geht es ganz entspannt zu. Für amerikanische Verhältnisse ist die Stadt außerdem recht sauber und gepflegt. Gemessen an den vielen Yachten und an den luxuriös anmutenden Wohnhäusern am Hafen scheint Boston eine reiche Gegend zu sein, wo vermögende Menschen leben. Auch die Kennedys kommen im Übrigen aus Boston, haben aber ihren Wohnsitz auf Cape Cod. Tja, Cape Cod werden wir wegen Irene wohl nicht mehr zu sehen bekommen, denn den Tag, den wir dafür eingeplant hatten, haben wir gestern mit ereignisreichen Aktivitäten in der Hotellobby verbracht … Wer will schon nach Cape Cod, wenn man auch launchige Hotelatmosphäre im Comfort Inn Marlborough erleben kann! Strände gibt es schließlich überall …
Nachdem wir sechs Stunden durch Boston gestiefelt waren, fuhren wir die fünf Meilen nach Cambridge. Überquert man den Charles River, verlässt man Boston und kommt nach Cambridge. Eine niedliche Stadt mit einer studentisch-quirligen Atmosphäre. Doch immerhin hat das recht kleinstädtisch wirkende Cambridge 100.000 Einwohner, ein Viertel davon Studenten. Die berühmteste Uni in Cambridge ist Harvard University. Diese angesehene Uni ist die älteste der USA, gegründet 1636, und sicher ein unschlagbarer Pluspunkt auf jedem CV. Der parkähnliche Campus lädt auch Nichtstudis zum Bummeln ein, und so schlenderten wir im Abendlicht über den Campus, gingen vorbei an der Bibliothek und einigen Wohnheimen, in denen es, wie ein neugieriger Blick durch die Fenster offenbarte, nicht gerade luxuriös zugeht. Die gesamte Uni erinnert an das englische Oxford und Cambridge, nur dass es dort eben etwas ruhiger zuging, weil die Städte viel kleiner sind.
Nach diesem Spaziergang waren wir alle ziemlich erledigt und wir suchten etwas zum Abendessen. In der Gruppe zu reisen macht die Restaurantwahl nicht immer einfach. „Ist das mit Bedienung? Ich hätte lieber Selbstbedienung!“ „Stellen die an der Kasse wieder so viele Fragen?“ „Gibt es da auch sowas, wo das Getränk gleich mit dabei ist?“ (gemeint ist ein combo deal) „Gibt es da nur Burger?“ "Gibt es da auch etwas Nichtfrittiertes?" Schwierig, schwierig. Schließlich fanden wir einen sauberen Selbstbedienungsmexikaner, wo es zwar keine Combos, dafür aber frisch zubereitete Burritos gab. Mit Tortilla, Fleisch, Gemüse, Reis und Käse im Bauch fuhren wir zurück nach Marlborough und fielen vollgefuttert ins Bett.
28. August - Irene
Es hat die ganze Nacht geregnet, im TV sahen wir am Morgen Bilder aus New York, wo es noch ein bisschen regnete und wehte. Bisher sind 10 Menschen durch Irene ums Leben gekommen, 400 000 Menschen sind ohne Strom. Kein Wunder, hier gibt es ja nur Oberleitungen. Es macht Sinn, das gestern etliche Leute ihre Kanister vollgetankt haben, um ihre Generatoren zu betreiben. Wir haben gestern in New Hampshire an der Tankstelle eine Familie getroffen, die vermutlich irgendwo tief im Wald lebt (zumindest sahen sie so aus), die sich mit Sprit bevorratet haben.
Ansonsten ist vieles glimpflich ausgegangen, der Hurricane der Kategorie 1 war weniger verwüstend als gedacht und ist am Vormittag zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Hier regnete es bis mittags mal mehr oder weniger heftig und es windete recht stark. Es war ein Wetter, wo man keinen Hund vor die Tür schicken mag, aber es war nicht so, dass man nicht rausgehen durfte. Hätte uns niemand etwas von einem Hurricane gesagt, so hätten wir gedacht, was für ein Sauwetter, da bleiben wir mal lieber im Hotel. Ab Nachmittag war es relativ ruhig geworden, der Regen hat aufgehört, die Bäume haben sich hin und wieder noch im Wind bewegt. Wir sind sogar mal rausgegangen und liefen zur nahe gelegenen Mall um festzustellen, dass alles, sogar das Kino, geschlossen hatte.
Die große vorausgesagte Katastrophe blieb zum Glück also aus, die Amerikaner haben sehr übervorsichtig reagiert. Verständlich - als 2005 Catrina New Orleans unter Wasser gesetzt und vieler Menschen Leben gekostet hat, wurde der Regierung große Vorwürfe gemacht, nicht oder unzureichend reagiert zu haben. Diesem Ärger will man sich vermutlich nicht noch einmal aussetzen, sodass hier in großem Stil Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.
Wir saßen nun bis in den frühen Nachmittag im Hotel herum, guckten alle Berichte über Irene, die sich immer und immer wiederholten. Viele Bäume sind hier in der Gegend umgefallen und blockieren Straßen, kappten Stromleitungen, Fähren haben Betriebspause, Museen haben teilweise geschlossen. Hier im Hotel gab es kein wireless lan. Das Leben steht still in Massachusetts, weil es ein bisschen stürmt. Die TV-Reporter stellten sich immer wieder in die "Gefahrehzone" , hielten ihr Mikro in den Wind um auf das „creepy hauling“ aufmerksam zu machen, zeigten Bilder von umgefallenen Bäumen, von überfluteten Niederungen. Da man den Weltuntergang angekündigt hat, muss man jetzt wenigstens ein paar Schäden zeigen …
Fakt ist allerdings, dass am Ende des Tages in Vermont und New Hampshire einige Orte überschwemmt sind, 4 Millionen Menschen entlang der Ostküste sind ohne Strom. Gott sei dank gehört unser Viertel nicht dazu, aber die andere Seite von Marlborough soll wohl im Dunkeln sitzen. Aber wir sind hier im Hotel auch in einer privilegierten Position: In unserem Hotel sind seit gestern Abend mindestens 30 Elektromonteure mit ihren Kranfahrzeugen, hauptsächlich aus Michigan and Wisconsin, die seit dem Vormittag im Einsatz sind. Storm duty. Am Nachmittag erreichten etwa 30 weitere Helfer unser Hotel. Die sind gegen 18.000 Uhr losgezogen um zu dokumentieren, wo es überall Schäden gibt, wohin also die Elektriker und andere Aufräumarbeiter geschickt werden müssen. (Wir meinen: Das sind Baumschubser: da wo noch nix passiert ist, schneiden sie ein paar Äste ab und schicken das Fernsehen dahin.)
Am Abend wollten wir in ein Restaurant gehen, nur 200m von hier, das also noch Strom hatte, und die Restaurantbetreiber haben heute das Geschäft ihres Lebens gemacht: Im Eingangsbereich warteten bestimmt 20 Leute auf einen Tisch, der Laden war gerammelt voll. Was sollen die Leute auch anderes machen, wenn sie keinen Strom haben? Wir sind gleich wieder umgekehrt und haben feudal im Hotelzimmer gespeist – auf das Stromexil waren wir zum Glück nicht angewiesen!
Resultat von Irene:
Für die Amerikaner: Überflutungen und immense Schäden in der Stromversorgung
Für uns: ein total vergeudeter Tag
Und die Lehre?
Mit unterirdischen Stromleitungen könnte man sich viel Arbeit ersparen.
Mit weniger Panikmache wäre heute zwar schlechtes Wetter gewesen, doch wir hätten gemütlich ins Outlet Village shoppen gehen können.
Samstag, 27. August 2011
27. August - Massachusetts
Hurricane Irene verlangt eine Änderung in unserer Reiseplanung: Statt nach Cape Ann, wo Irene morgen hinziehen soll, fahren wir nun nach Marlborough westlich von Boston. Schade, dabei habe ich so lange nach dem kleinen hübschen Cottage in Rockport gesucht, doch einen Tropensturm in einer kleinen Hütte auszuharren schien uns keine gute Idee, und so beschlossen wir, die Küste während des Hurricanes zu meiden. Gegen halb elf verließen wir also Bartlett in den White Mountains und fuhren nach Massachusetts.
Unser Tagesziel war das Wrentham Premium Factory Village südwestlich von Boston, doch die Fahrt dahin verlief auf die letzten Meilen sehr zeitraubend, da in der Nähe an diesem Abend ein Country-Konzert stattfand, und die Autobahn blockiert war von Autos, in denen Leute mit Cowboyhüten und Karohemden saßen. So kamen wir erst am Nachmittag an und stürzten uns voller Vorfreude in die Geschäfte. Allerdings trübte Hurricane Irene unser Einkaufsvergnügen, denn schon nach eineinhalb Stunden – wir hatten es gerade von Tommy Hilfiger über Banana Republic zu Ralph Lauren geschafft und noch nichts weiter anprobiert – erfuhren wir, dass um 17.00 Uhr das gesamte Outlet Village schließen wird. Der Staat Massachusetts hat den State of Emergency ausgerufen, und nun wurde das Einkaufszentrum vier Stunden früher vorsorglich geschlossen. Es dauerte ewig, bis wir überhaupt vom Parkplatz zurück auf den Highway kamen. Morgen, am Sonntag, haben sie auch zu. So ein Ärger!
Wir fuhren nun zu unserem Hotel bei Marlborough, wo wir diesmal sehr schöne, große Zimmer haben. Im Supermarkt deckten wir uns noch mit ein paar Lebensmitteln und Trinkwasser ein, man kann ja nie wissen. Im TV erscheint es einem, als stünde der Weltuntergang bevor. Der Hurricane wütet im Moment in den Carolinas, soll die kommende Nacht auf New York treffen, wo hunderttausende Menschen evakuiert worden sind; zum ersten Mal in der Geschichte steht die subway still, Züge fahren nicht, Flughäfen sind gesperrt. Obama ist vorzeitig von seinem Urlaub auf Martha`s Vineyard zurückgekehrt. Es soll für New York der schwerste Sturm seit 70 Jahren sein. Hier in Massacusetts ist es schwülwarm und es regnet seit Stunden ein wenig. Das ist alles bis jetzt. Morgen vormittag soll Irene bei uns sein. We`ll see.
26. August - In den White Mountains
Heute früh standen wir auf bei strahlendem Sonnenschein, alle Wolken von gestern schienen verflogen. Nach dem Frühstück machten wir ins auf in den Crawford Notch, ein Tal etwas nördlich von Bartlett. Dort, an der Eisenbahnstation, begann unsere Wanderung auf den Mount Willard (ca. 870 Meter hoch), ein moderat ansteigender, aber sehr steiniger Trail führte uns hinauf.
Die Bahnstation in Crawford Notch
Da wir uns nur im Schneckentempo fortbewegten, nebenher ein paar handvoll Pilze, die am Wegesrand standen, aufsammelten, und mit anderen Wanderern etwas Konversation betrieben (z.B. mit einem gealterten Hippie-Paar, die in den 60ern in Baden-Württemberg stationiert waren), brauchten wir bald zwei Stunden, ehe wir auf dem Aussichtsplateau ankamen. Dort hatten wir einen grandiosen Blick auf Crawford Notch, durchschnitten vom Highway und der Eisenbahn. Kaum vorstellbar, wie hier die ersten Siedler ankamen, die harten Winter in dieser Wildnis überlebten und inmitten der Wälder die Eisenbahn bauten – was für eine Leistung!
Langsam stiegen wir wieder hinab, immer auf der Hut vor den schwarzen Bären, die von dem Krach der vielen Wanderer wohl abgeschreckt wurden und uns nicht in die Quere kamen. Ein Reiseteilnehmer zeigte sich während der gesamten Wanderung sehr widerspenstig, weigerte sich weiter zu gehen und drohte mit Beschwerden und dem Gang zum Anwalt, weil der Wanderweg nicht asphaltiert und mit einem Geländer versehen war und er überhaupt lieber mit der Gondelbahn nach oben gelangt wäre.
Von Mount Willard fuhren wir noch ein paar Meilen nordwärts und erreichten das Mount Washington Hotel bei Bretton Woods, ein Grandhotel aus dem Jahr 1902, mitten im Tal am Fuße des Mount Washington, mit 1917 Metern der höchste Berg Neuenglands. In diesem Hotel trafen sich im Dezember 1944 die Delegierten von 44 Staaten und regelten, wie das Weltfinanzsystem der Nachkriegszeit funktionieren sollte. Einen schönen, abgeschiedenen Ort haben sich die Politiker da ausgesucht! Wir bewunderten die mondäne, prächtige Lobby und nahmen einen Drink und einen Snack auf der Veranda mit Blick auf Mount Washington ein. Wie dekadent!
Das Mount Washington Hotel
Unser 5-Sterne-Bus, ein Toyota Sienna
Danach fuhren wir zurück in unsere Cabin, guckten ein bisschen den Kindern am Pool zu, liefen mal zum Ufer des Saco River hinunter, und, nachdem die Sonne untergegangen war, kümmerte ich mich ums Abendessen: Ich bereitete Pasta tricolore zu, kochte dazu eine wunderbare Tomaten-Vodkasauce, gab frisches Gemüse bei und verfeinerte das ganze mit feinem weißen Hühnchenfleisch. (Es musste ja keiner wissen, dass es sich dabei um Fertigsauce von Berttoli, Dosengemüse und Roasted Chicken vom Vortag handelte). Das Lob habe ich gerne entgegen genommen.
Am Saco River
Nach dem Essen war Freizeit in der Gruppe angesagt. Zum Glück habe ich meine Eltern schon während des Ostseeurlaubs in die Regeln von Wizard eingewiesen, und Jan erwies sich als schnell verstehender Kartenspieler. Und tatsächlich war das Glück mit den Dummen, und Jan sackte den Ruhm des Gewinners ein.
25. August - Back to USA
Nach dem reichhaltigen Frühstück im Manoir Ambrose machten wir uns auf den Weg in Richtung Vereinigte Staaten. Während des Einpackens hat Mutti mit dem Koch des gegenüberliegenden Privatclubs ein Gespräch angefangen, und er schenkte ihr spontan vier Makronen – vielleicht sah sie so hilfsbedürftig aus?!
Der Weg nach Vermont verlief sehr unproblematisch. Der Grenzer war schweigsam, ganz anders als der kanadische Beamte in Niagara Falls. Überhaupt war an der Wald-und-Wiesen-Grenze nicht viel los. Einen Zwischenstopp legten wir in Burlington ein. Burlington hat eine ganz hübsche Fußgängerzone und wir liefen ebenso zur Waterfront hinunter. Dort unterhielten wie uns länger mit einem pensionierten Farmer aus der Umgebung, der sehr gesprächig war und uns darauf hinwies, dass die aus Österreich emigrierte Trapp-Familie ganz in der Nähe, in Stowe, Vermont lebt(e) und in den USA recht erfolgreich Countrymusik gemacht hat.
Burlington liegt am Lake Champlain
Der Weg nach Vermont verlief sehr unproblematisch. Der Grenzer war schweigsam, ganz anders als der kanadische Beamte in Niagara Falls. Überhaupt war an der Wald-und-Wiesen-Grenze nicht viel los. Einen Zwischenstopp legten wir in Burlington ein. Burlington hat eine ganz hübsche Fußgängerzone und wir liefen ebenso zur Waterfront hinunter. Dort unterhielten wie uns länger mit einem pensionierten Farmer aus der Umgebung, der sehr gesprächig war und uns darauf hinwies, dass die aus Österreich emigrierte Trapp-Familie ganz in der Nähe, in Stowe, Vermont lebt(e) und in den USA recht erfolgreich Countrymusik gemacht hat.
Vermont gilt als Öko-Staat
Burlington liegt am Lake Champlain
Nach zwei Stunden fuhren wir weiter. Dabei mussten wir sogar mitten durch die Bundeshauptstadt Montpelier, und das auch noch am Nachmittag zur rush hour. Man kann sich vorstellen, was das für ein Verkehrsaufkommen war … ! Doch das winzig-niedliche Montpelier hat gerade einmal 9000 Einwohner, ein kleines Kapitol und ein paar Ampelkreuzungen. Die größte Stadt in Vermont hingegen ist Burlington, wo 40.000 Menschen leben. Eine Autofahrt durch Vermont ist also ganz gemütlich: wenige Städte, wenige Autos, viel, viel Wald. Ebenso viel bewaldet und dünn besiedelt ist New Hampshire, wo wir in die White Mountains, ein Teil der Appalachen, hineinfuhren. Unsere Unterkunft liegt in Bartlett, mitten im State Park. Wir haben im Sky Valley Resort ein Chalet mit zwei Schlafzimmern gemietet. Das Resort gibt es seit den 50ern, unsere Hütte ist sicher mehr als 30 Jahre alt. Ein Hauch, nein, ein starker Wind von Altertum wehte vor allem in der Küche und in den zwei Badezimmern. Aber dennoch hat es uns ganz gut dort gefallen, denn wir waren für uns, hatten ausreichend Platz, und auch die recht abgeschiedene Lage war für zwei Tage ein kleiner Segen.
In New Hampshire schätzt man die Ruhe, den Frieden und die Einsamkeit
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